Die Skoliose ist eigentlich der beste Lehrer, den man bekommen kann. Es zeigt dir, wie verwundbar du bist, aber auch wie viel Stärke in dir steckt.
Ephy Pinkman Tweet
Mit 14 bekam Ephy die Diagnose einer starken S-förmigen Skoliose – ein Wendepunkt, der vieles veränderte. Obwohl die Krümmung von außen kaum sichtbar war, spürte er sie täglich: körperlich und emotional. Zwei Jahre lang begleitete ihn ein Korsett durch den Alltag – mitsamt den Unsicherheiten und Fragen, die viele Jugendliche mit Skoliose kennen.
Doch die Realität blieb hart: Der Schmerz blieb, und schließlich kam der Moment, vor dem sich viele Betroffene fürchten – die Empfehlung zur Operation. „Ich hatte Angst, aber ich wollte leben. Nicht aufgeben, sondern wieder frei atmen und tanzen können.“
Mit 16 Jahren ließ sich Ephy in der Helios Klinik Zehlendorf operieren. Der Eingriff war groß – die Wirbelsäule wurde fast vollständig begradigt und versteift. Die ersten Tage nach der OP beschreibt er als „Hölle auf Erden“ – Schmerzen, Orientierungslosigkeit, Hilflosigkeit.
Aber schon bald kam der Moment, der alles veränderte: die ersten Schritte mit Hilfe eines Physiotherapeuten, der ihm half – nicht nur körperlich, sondern auch mental. „Ich dachte, das war’s jetzt. Aber dann merkte ich: Ich kann mich wieder bewegen. Ich bin nicht kaputt, ich bin stärker als vorher.“

Heute, acht Jahre nach der OP, steht Ephy wieder auf der Bühne. Er tanzt, macht Musik, lebt seine Kunst – mit mehr Bewusstsein für seinen Körper als je zuvor. Die Schmerzen sind verschwunden, geblieben ist die Dankbarkeit.
Sein Fazit: „Die Skoliose hat mich gelehrt, wie verletzlich ich bin – aber auch, wie viel Stärke in mir steckt.“
Diese Geschichte ist ein mutmachendes Beispiel dafür, wie man auch mit Rückschlägen wachsen kann – Schritt für Schritt, Takt für Takt.
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Mein eigener Skoliose Weg war oft geprägt von Unsicherheit und Umwegen.
Du sollst es leichter haben als ich und die Abkürzungen kennen!
Deine Conny