„Ich habe angefangen darüber zu sprechen und mir Hilfe zu holen. Und gemerkt, es gibt vielleicht doch einen Weg, dass es besser wird.“
Audrey Tweet
Audrey hat vieles so gemacht, wie man es ihr empfohlen hat. Sie war sportlich, hat ihr Korsett konsequent getragen und sich an die Vorgaben gehalten. Nach dem Ende der Wachstumsphase kam dann die Aussage, auf die viele hoffen: Das Korsett kann weg, alles ist stabil.
Doch nur wenige Monate später kam ein Moment, der alles verändert hat. Während eines Trainings versagten plötzlich ihre Beine, begleitet von starken Schmerzen. Die erneute Untersuchung zeigte, dass sich ihre Situation deutlich verschlechtert hatte.
Für Audrey war das schwer zu verstehen. Wenn man alles richtig macht und es trotzdem nicht so läuft wie erwartet, entsteht schnell Unsicherheit. Genau deshalb ist dieses Thema für viele so präsent, auch wenn kaum darüber gesprochen wird.
Ein Korsett kann unterstützen, aber es ist kein Garant dafür, dass sich langfristig alles stabil entwickelt. Das zeigt Audreys Geschichte sehr klar.
Nach der Operation ging ihr Leben weiter. Sie hat ihr Abitur gemacht, studiert, gearbeitet und zwei Kinder bekommen. Nach außen hat alles funktioniert.
Was geblieben ist, waren die Schmerzen. Nicht extrem, aber konstant. So konstant, dass sie irgendwann normal wurden.
Erst viele Jahre später kam der Punkt, an dem sie gemerkt hat: So möchte ich nicht weitermachen. Die Beschwerden wurden stärker, sogar nachts spürbar. Und zum ersten Mal hat sie sich ernsthaft gefragt, ob das wirklich „einfach dazugehört“.
Dieser Moment ist entscheidend. Nicht, weil sich sofort alles verändert, sondern weil man beginnt, wieder hinzuschauen.
Audrey steht heute genau an dem Punkt, an dem viele lange zögern. Sie hat wieder angefangen, sich Unterstützung zu holen, sich mit ihrem Körper auseinanderzusetzen und aktiv etwas zu verändern.
Nicht perfekt, nicht radikal, sondern Schritt für Schritt.
Sie hat begonnen, offener mit ihren Schmerzen umzugehen, sich wieder ärztlich begleiten zu lassen und gezielt Bewegung und Training in ihren Alltag einzubauen. Dinge, die sie früher nicht konsequent verfolgt hat, weil sie dachte, es wäre nicht notwendig.
Was ihre Geschichte so wertvoll macht: Es geht nicht um eine schnelle Lösung. Es geht darum, sich selbst wieder ernst zu nehmen.
Und genau darin liegt die eigentliche Botschaft dieser Folge:
Es ist nicht zu spät, etwas zu verändern.
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Mein eigener Skoliose Weg war oft geprägt von Unsicherheit und Umwegen.
Du sollst es leichter haben als ich und die Abkürzungen kennen!
Deine Conny

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